Inhalt (7 Abschnitte)
- Stiftung Warentest fand für Beamte mit Eintrittsalter 30 Tarifkombinationen von 250 bis 396 € im Monat (Finanztest 3/2025, 77 Tarife inklusive Beihilfeergänzung).
- Anwärtertarife kosten laut Makler-Übersichten meist 70 bis 150 € im Monat; mit der Verbeamtung auf Probe steigt der Beitrag deutlich.
- Ein Kind mit 80 % Beihilfe kostet in Beispielen rund 50 bis 60 € im Monat und ist in der Pflegepflichtversicherung beitragsfrei.
- In der GKV zahlen Beamte ohne pauschale Beihilfe den Beitrag allein – bei 4.000 € Besoldung rund 748 € im Monat (2026, eigene Berechnung).
Die PKV kostet Beamte mit 50 % Beihilfe und Eintrittsalter 30 laut Stiftung Warentest 250 bis 396 € im Monat (77 Tarifkombinationen, Finanztest 3/2025). Anwärter zahlen in Ausbildungstarifen meist 70 bis 150 €, ein Kind mit 80 % Beihilfe rund 50 bis 60 €. Der Rechner zeigt das Band für Ihren Haushalt – Stand Oktober 2026, ohne Gesundheitsfragen.
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Beihilfe-Fahrplan als PDFPKV-Kosten für Beamte 2026: die belegten Beispiele
Beitragsangaben für Beamte gibt es viele – oft ohne Profil. Wir verwenden nur Zahlen, zu denen Alter, Beihilfesatz und Quelle bekannt sind. Damit ist das Band kein Angebot, sondern eine ehrliche Orientierung.
| Profil | Monatsbeitrag | Quelle |
|---|---|---|
| Beamte, Eintrittsalter 30, gesund, 77 Tarifkombinationen inkl. Beihilfeergänzung | 250–396 € | Finanztest 3/2025 |
| Beamter 31 Jahre, ledig, 50 %, zwei Musterangebote | 260,10 € / 285,86 € | transparent-beraten.de, 07/2026 |
| Beamter 42 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, 70 % (nur Beamter) | 222,04 € / 229,72 € | transparent-beraten.de, 07/2026 |
| Beamter 27 Jahre, 50 % Bundesbeihilfe, inkl. Pflege und gesetzlichem Zuschlag | 352,24 € | Allianz, 05/2026 |
| Anwärterin 19 Jahre, 50 % Bundesbeihilfe, inkl. Pflege | 72,34 € | Allianz, 05/2026 |
| Anwärtertarife, Spannen von sieben Versicherern | 70–150 € | covago.de, 09/2026 |
| Kind bis 15 Jahre, 80 % Bundesbeihilfe (Pflege beitragsfrei) | 57,77 € | Allianz, 05/2026 |
| Durchschnitt in Beamtentarifen laut PKV-Verband | rund 230–250 € | PKV-Verband, 10–11/2025 |
Warum Beamte in der PKV weniger zahlen
Beamte versichern nicht die vollen Krankheitskosten, sondern nur den Teil, den die Beihilfe nicht trägt – die Restkosten. Bei 50 % Beihilfe sind das 50 %, mit zwei Kindern oder im Ruhestand meist 30 %, bei Kindern 20 %. Beihilfetarife sind nach diesem Erstattungsprozent kalkuliert: Wer nur 30 % versichern muss, zahlt deutlich weniger als für 50 %. Welcher Satz für Sie gilt, zeigt der Beihilfesatz-Rechner für den Bund und alle 16 Länder. Netto kostet der Beitrag weniger, als das Band zeigt: Den Basisanteil setzen Sie als Sonderausgabe ab – wie, erklärt PKV für Beamte in der Steuererklärung.
Beamte
Meist 50 % Beihilfe, 50 % privat. Mit zwei berücksichtigungsfähigen Kindern in der Regel 70 % Beihilfe.
Ehepartner
70 % Beihilfe, wenn die Einkünfte unter der Grenze des Dienstherrn liegen – sonst eigene Vollversicherung.
Kinder
In der Regel 80 % Beihilfe; privat versichert werden 20 %. In der Pflegepflichtversicherung beitragsfrei.
Was den Beitrag bestimmt
- Eintrittsalter: Je jünger Sie einsteigen, desto niedriger der Beitrag, weil weniger Zeit bleibt, Alterungsrückstellungen aufzubauen. Die Finanztest-Spanne gilt für 30-Jährige.
- Gesundheit: Mit Vorerkrankungen sind Risikozuschläge möglich – über die Öffnungsaktion höchstens 30 % des Tarifbeitrags, wenn der Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des Beamtenverhältnisses eingeht.
- Leistungsumfang: Einbettzimmer, Chefarzt, Zahnersatz, Heilpraktiker und Hilfsmittel kosten. Wo die Beihilfe Leistungen nicht trägt, schließt ein Beihilfeergänzungstarif Lücken.
- Selbstbehalt: Ein Selbstbehalt senkt den Beitrag, wirkt bei Beamten aber oft doppelt – er gilt auf den kleineren Restkostenanteil.
- Gesetzlicher Zuschlag: Ab dem Jahr nach dem 21. Geburtstag bis zum Jahr des 60. Geburtstags zahlen Versicherte 10 % Zuschlag zur Vorsorge fürs Alter (§ 149 VAG). Befristete Ausbildungstarife sind davon ausgenommen.
- Pflegepflichtversicherung: Für Beihilfeberechtigte typischerweise 30 bis 70 € im Monat (PKV-Verband). Prüfen Sie, ob ein Beispielbeitrag die Pflege enthält.
Vom Anwärtertarif zum Beamtentarif: der Beitragssprung
Anwärter- und Ausbildungstarife sind als befristete Versicherung kalkuliert – ohne oder nur mit geringen Alterungsrückstellungen und ohne gesetzlichen 10-%-Zuschlag. Deshalb sind sie günstig. Mit der Ernennung auf Probe wird in den regulären Beihilfetarif umgestellt; laut einzelnen Versicherern ohne erneute Gesundheitsprüfung, maßgeblich sind die Tarifbedingungen. Ein Versicherer-Beispiel zeigt die Größenordnung: 72,34 € für eine 19-jährige Anwärterin, 352,24 € für einen 27-jährigen Beamten, jeweils mit 50 % Bundesbeihilfe und inklusive Pflege (Allianz, Mai 2026). Planen Sie diesen Sprung ein – er ist kein Fehler, sondern die Folge der beginnenden Altersvorsorge im Tarif.
PKV oder GKV: der Vergleich mit dem GKV-Beitrag
Beamte sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei. Wer sich dort freiwillig versichert, zahlt den Beitrag ohne Arbeitgeberanteil allein: den ermäßigten Satz von 14,0 % (Beamte haben keinen Krankengeldanspruch) plus Zusatzbeitrag, dazu den halben Pflegebeitrag, weil die Beihilfe die andere Hälfte der Pflegeleistungen trägt. Bemessen wird auf alle Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat (2026).
| Fall | Krankenversicherung | Pflege | Eigenanteil gesamt |
|---|---|---|---|
| GKV ohne pauschale Beihilfe, mit Kind | 676 € | 72 € | 748 € |
| GKV ohne pauschale Beihilfe, kinderlos | 676 € | 96 € | 772 € |
| GKV mit pauschaler Beihilfe (50 % der KV), mit Kind | 338 € | 72 € | 410 € |
| Zum Vergleich: PKV mit 50 % Beihilfe, Eintrittsalter 30 | laut Finanztest | 250–396 € | |
Ohne pauschale Beihilfe ist die PKV für die meisten Beamten deutlich günstiger. Mit pauschaler Beihilfe kann die GKV vor allem für Familien mit nicht berufstätigem Partner und mehreren Kindern günstiger sein, weil diese dort beitragsfrei familienversichert sein können. Die Rechnung für Ihre Familie – über 10, 20 oder 30 Jahre – macht der Pauschale-Beihilfe-Rechner.
So rechnet der PKV-Kosten-Rechner
- Ihr Tarif: Band nach Status – 50 %: 250–396 € (Finanztest 3/2025); Anwärter: 70–150 € (Makler-Übersichten 2026); 70 %: 222–230 € (ein Musterkunde mit 42 Jahren, transparent-beraten 07/2026).
- Kinder: je Kind 50–60 € (Beispiele 2026), multipliziert mit der Zahl der Kinder.
- Partner: Für Ehepartner gibt es keine belastbare öffentliche Beitragsquelle. Der Rechner zeigt deshalb keinen Euro-Wert und lässt den Partner in der Summe weg.
- Alter: Das Alter verändert das Band nicht rechnerisch, sondern löst einen Hinweis aus, weil die Quellen sich auf bestimmte Eintrittsalter beziehen.
Nicht berücksichtigt sind Risikozuschläge, Selbstbehalte, Beitragsanpassungen und Ihre Leistungswünsche. Ein konkreter Beitrag entsteht erst mit einem Angebot nach Gesundheitsprüfung – die gehört in die Beratung, nicht auf diese Website.
Wer ein Angebot braucht – und wer nicht
Wenn Sie kurz vor der Verbeamtung stehen, lohnt ein Angebot meist erst, wenn Satz und Familie geklärt sind und Sie wissen, ob Sie die Öffnungsaktion brauchen. Dann sollten Sie aber zügig vergleichen: Die 6-Monats-Frist läuft ab dem Beginn des Beamtenverhältnisses. Den letzten Tag zeigt der Fristen-Rechner. Einen Überblick, worauf es bei der Tarifwahl ankommt, gibt der Ratgeber PKV für Beamte.
Häufige Fragen
Was kostet die PKV für Beamte im Monat?
Mit 50 % Beihilfe und Eintrittsalter 30 lagen die von Stiftung Warentest geprüften Tarifkombinationen bei 250 bis 396 € im Monat (Finanztest 3/2025). Der PKV-Verband nennt als Durchschnitt in Beamtentarifen rund 230 bis 250 €. Wer älter einsteigt, einen Zuschlag zahlt oder mehr Leistungen wählt, zahlt mehr.
Wie viel PKV zahlt ein Beamtenanwärter?
In Anwärter- oder Ausbildungstarifen meist 70 bis 150 € im Monat (Makler-Übersichten 2026). Ein Versicherer-Beispiel: 72,34 € für eine 19-jährige Anwärterin mit 50 % Bundesbeihilfe, inklusive Pflegepflichtversicherung (Allianz, Mai 2026). Mit der Verbeamtung auf Probe wird in den regulären Tarif umgestellt, dann steigt der Beitrag.
Was kostet ein Kind in der PKV mit Beihilfe?
Kinder erhalten in der Regel 80 % Beihilfe; versichert werden nur die restlichen 20 %. Veröffentlichte Beispiele liegen bei rund 50 bis 60 € im Monat, etwa 57,77 € für ein Kind bis 15 Jahre mit Bundesbeihilfe (Allianz, Mai 2026). In der Pflegepflichtversicherung sind Kinder beitragsfrei mitversichert.
Ist die PKV für Beamte günstiger als die GKV?
Meist ja, weil die Beihilfe 50 bis 80 % der Kosten trägt und Beamte in der GKV ohne pauschale Beihilfe den vollen Beitrag allein zahlen – 2026 bis zu 982,31 € im Monat für die Krankenversicherung. Mit pauschaler Beihilfe und Familie ohne zweites Einkommen kann die GKV günstiger sein; das zeigt der Pauschale-Beihilfe-Rechner.
Wie viel kostet die Pflegeversicherung für Beamte?
Privat versicherte Beamte brauchen eine Pflegepflichtversicherung als Teilkostentarif zur Beihilfe. Laut PKV-Verband kostet sie typischerweise 30 bis 70 € im Monat (Oktober 2025). Ob ein Beitragsbeispiel die Pflege enthält, steht bei seriösen Angaben dabei.
Quellen
- Stiftung Warentest: Private Krankenversicherung im Vergleich (Finanztest 3/2025) – 19.02.2025
- PKV-Verband: Entscheidungshilfe „Individuelle oder pauschale Beihilfe?“ – Oktober 2025
- Allianz: Private Krankenversicherung für Beamte und Referendare (Beitragsbeispiele) – Stand Mai 2026
- transparent-beraten.de: PKV für Beamte (Musterkunden; Sekundärquelle) – 06.07.2026
- covago.de: Welche PKV ist die beste für Beamtenanwärter? (Anwärter-Spannen; Sekundärquelle) – 05.09.2026
- § 243 SGB V – ermäßigter Beitragssatz
- § 55 SGB XI – Beitragssatz Pflegeversicherung
- § 149 VAG – gesetzlicher Zuschlag
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Beihilfe und der Krankenversicherung von Beamten (Stand: 12. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Herausgeber: Beihilfe-Rechner.de. Beihilfe-Rechner.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.